Kinderschutzkonzept



1. Leitbild: Verankerung des Kinderschutzes

In meiner Kindertagespflege steht das Kind im Mittelpunkt. Ich wahre die Kinderrechte und schaffe ein gewaltfreies, achtsames Umfeld. Mein pädagogisches Handeln ist empathisch, transparent und reflektiert. Ich sehe mich als Vorbild und gestalte Kommunikation auf Augenhöhe – mit Kindern wie mit Eltern. Der Schutzauftrag ist fest in meinem Leitbild verankert und wird aktiv gelebt.


2. Konzeptbeschreibung

Die Kindertagespflege „Cappenberger Zwerge“ bietet eine familiäre, sichere Umgebung mit individueller Förderung. Ich integriere Kinderschutz in den Alltag durch klare Strukturen, Rituale, Rückzugsorte und eine offene Haltung gegenüber den Bedürfnissen der Kinder. Ich arbeite eng mit dem Jugendamt und Fachberatungsstellen zusammen und orientiere mich an § 8a SGB VIII.


3. Risikoanalyse

Ich analysiere regelmäßig potenzielle Risiken für das Kindeswohl:

• körperliche, psychische oder sexualisierte Gewalt

• Vernachlässigung

• Risiken im pädagogischen Raum (z. B. Wickeln, Schlafen, Nähe-Distanz)

• Konflikte unter Kindern

• externe Gefährdungen durch Dritte

Dazu nutze ich Beobachtungsbögen, Gefährdungseinschätzungen und kollegialen Austausch.


4. Pädagogische Standards & Verhaltenskodex

Ich definiere klare Regeln für Nähe, Berührung und Kommunikation:
• Wickeln, Trösten, Schnullergeben und Schlafbegleitung erfolgen nach transparenten Standards
• Kinder dürfen „Nein“ sagen – auch gegenüber Erwachsenen
• Ich achte auf Rückzugsorte, Ich-Kompetenz und emotionale Sicherheit
• Gewaltfreie Kommunikation ist Grundprinzip
• Ich dokumentiere Auffälligkeiten sachlich und lückenlos


5. Selbstverpflichtung

Ich habe eine schriftliche Selbstverpflichtung formuliert, die Eltern einsehen können. Sie beinhaltet:
• Einhaltung aller Verhaltensregeln
• regelmäßige Fortbildungen zum Kinderschutz
• Kooperation mit Fachberatung und Jugendamt
• Rauchfreiheit, Hygieneplan, Erste-Hilfe-Set
• Achtsamkeit auch gegenüber mir selbst


6. Beschwerdeverfahren

Ich ermögliche Kindern und Eltern, Beschwerden sicher und wirksam zu äußern:
Für Kinder
• kindgerechte Aufklärung über Rechte
• STOP-Zeichen und Rituale
• Gespräche mit mir als vertrauter Bezugsperson
• Ernstnehmen aller Aussagen
Für Eltern
• Übergabegespräche mit Gesprächsnotiz
• Fallbesprechungen bei Bedarf
• Dokumentationsbogen bei Verdachtsmomenten
• Hinweise auf externe Beratungsstellen
• § 8b SGB VIII als rechtlicher Rahmen


7. Präventionsangebote

Ich biete folgende präventive Maßnahmen:
• Förderung von Selbstbewusstsein und Selbstwert
• Vermittlung von Grenzen und Gefühlen
• STOP-Spiele, Rücksichtnahme, Gemeinschaftsgefühl
• strukturierter Tagesablauf für Sicherheit
• Schulung der Eltern zur Akzeptanz kindlicher Grenzen
• Medienkompetenz und Datenschutz


8. Notfallplan bei Kindeswohlgefährdung

Im Akutfall gelten folgende Maßnahmen:

  1. Beobachtung & Dokumentation
  2. Kontakt zur Fachberatung / Jugendamt
  3. Gespräch mit Eltern (sofern keine Gefährdung)
  4. Einbeziehung von Krisenteams, Polizei, Rettungsdienst
  5. Kind schützen, Ruhe bewahren, Anwesenheit sicherstellen
  6. lückenlose Dokumentation vorlegen

Der Schutz des Kindes hat immer Vorrang.


9. Zusammenarbeit & Qualitätssicherung

Ich arbeite eng mit:
• Jugendamt Selm
• Fachberatungsstellen

• Kinderschutzbund

• Kolleginnen aus der Kindertagespflege
Ich nehme regelmäßig an Fortbildungen und Netzwerktreffen teil und überprüfe mein Schutzkonzept jährlich auf Aktualität und Wirksamkeit.


10. Wichtige Telefonnummern (Selm & Umgebung)

Feuerwehr / Rettung  112
Polizei  110
Ärztlicher Bereitschaftsdienst  116 117
Giftnotruf NRW  0228-19240
Jugendamt Selm   02592-692-0
ASD Kreis Unna  02303-27-0
Kinderschutzbund Kreis Unna  02303-57548
Erziehungsberatung Kreis Unna  02303-27-0
Kinder- und Jugendtelefon  116 111
Elterntelefon  0800-111-0550
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen  08000-116-016
Telefonseelsorge  0800-111-0-111
Kinderschutzbund NRW (Landesverband)   0202-7476588-0
Kinderschutzbund Bundesverband e.V.   030-214809-0